Die Jungs von Spieletipps.de haben ein Redesign durchgezogen. Das Magazin präsentiert sich nun farblich etwas schlichter, insgesamt etwas "magaziniger". Es ist mit Sicherheit keine Revolution aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Und man ist weiterhin so schlau, Platz für den überbreiten Skyscraper zu lassen der ja so langsam aber sicher in Mode kommt. Insgesamt durchaus als gelungen zu bezeichnen.
Sonntag, 14. September 2008
Mittwoch, 3. September 2008
Magazin-Check: Areagames
Den aktuellen Relaunch von Areagames nehme ich mir gleich einmal als Grund für einen Magazin-Check des kompletten Netzwerks der Areadigital AG. Flaggschiff ist ohne Zweifel areagames.de, ein klassisches Multiplattformmagazin. Der Relaunch ist natürlich Geschmackssache, aus Marketingsicht finde ich es aber zumindest bedauerlich, daß man nicht konsequent auf das neue Werbeformat mit dem überbreiten Skyscraper umgesattelt hat. So wird man in Zukunft bei außergewöhnlichen EA-Kampagnen wieder rumbasteln müssen.
Zahlen:
Areagames ist bislang nur bei der AGOF gelistet. Seit September lässt man sich aber auch von der IVW zählen. Das dürfte spannend werden. Da die Zahlen aber noch nicht vorliegen konzentrieren wir uns vorerst auf AGOF, Google Adplanner und Alexa.
Alexa (Rang gesamt, Rang DE): 24.219, 1.232
Wie Alexa bislang zeigte, entwickelte sich Areagames stets positiv. Über die verhaltenen Sommermonate hinweg hat das Wachstum allerdings etwas stagniert. Vom Größenniveau her spielt man nun etwa in einer Liga mit Eurogamer.de. Geht der Aufwärtstrend im Weihnachtsgeschäft weiter dürfte man aber in nicht allzu langer Zeit mit Konkurrenten wie Gamezone.de gleichziehen.
Was man von den Alexa-Zahlen auch gut ablesen kann, ist die Aktivität der Community. Ganze 41% seines Traffics macht Areagames im Forum. Das ist für Werber zwar unattraktiv. Es zeigt aber, daß die Seite auf lange Sicht ihre Leser binden kann. Das birgt Wachstumspotenzial.
AGOF (I/08): 140.000 Unique Visitors
Die AGOF-Zahl zeigt, daß vermeintlich wenig Besucher sehr regelmäßig kommen. Das unterstreicht die Alexa-Zahl, daß im Forum der Seite reges Treiben herrscht.
Google Adplanner (September 08): 57.000 Unique Visitors
Auch Adplanner nennt Zahlen, allerdings sind diese vergleichsweise klein. Da sie gerade mal einem Drittel der vergleichbaren AGOF-Zahlen entsprechen handelt es sich vermutlich um einen Messfehler. Hier wird man erst in den kommenden Monaten sehen inwiefern die Zahlen von Google stimmen.
Fazit:
Areagames ist wie Eurogamer eine der aufstrebenden Magazine im Onlinegeschäft. Einen Vorteil hat man aber gegenüber der direkten Konkurrenz: Mit der Tochterseiten wie Vitivi.tv hat man das vielversprechende deutsche Äquvivalent zu Gametrailers im Boot. Ob man aus beiden Seiten auch langfristig das volle Potenzial ausschöpfen kann wird man erst in den kommenden Monaten zeigen. Ich bin jedenfalls schonmal gespannt auf die kommenden IVW-Zahlen.
Montag, 18. August 2008
Games Online Media Monitor
Die Brot und Spiele GmbH (Spieletipps.de) hat eine Studie über Videospiele und deren Nutzer sowie Online-Spielemagazine erstellt.
Der Games Online Media Monitor ist in PDF-Form erhältlich und bietet eine ganze Reihe über die Größe von Spielemagazinen. Genutzt wurden (wie hier auch) Werte von IVW, AGOF, Alexa und Nielsen Netratings. Große Magazine kommen naturgemäß gut weg. Magazine die sich ihre Zahlen durch aufgeblähte Netzwerke schönreden kommen schlecht weg. Für Leser dieses Blogs ergeben sich dadurch nicht allzu viele Neuigkeiten, es ist aber ein gutes Zeichen, daß eine professionelle externe Studie genau das bestätigt, was hier schon seit Monaten gepredigt wird. Insofern sind auch die Aussagen der Studie mehr als plausibel.
Das PDF lässt sich unter http://www.gomm-online.de/ herunterladen. Zudem kann man sich auch eine gedruckte Version zuschicken lassen.
Sonntag, 17. August 2008
Zahlen von Googles Ad Planner
Im PCX ist ein mehr oder weniger interessanter Thread aufgetaucht indem es um Zahlen der Onlinemagazine geht. Diese wurden mit Googles neuem Tool Ad Planner erstellt. Zwar ist die Behauptung unsinnig, daß auch die "Onlineauflage" sinkt... da dürfte das Sommerloch Schuld sein. Deshalb habe ich auf den im Thread erwähnten Trend keinen Wert gelegt und stattdessen dahinter in Klammern die AGOF-Zahlen von I/2008 angehängt. Sofern vorhanden jedenfalls.
Aber die Zahlen sind dennoch einen Blick wert, da diesmal nicht die Visits sondern die Unique Visitors ausgewiesen werden sollen. Das ist praktisch, weil man diese Werte direkt mit denen der AGOF überprüfen kann und so erkennen kann wie realitätsnah sie sind. Einziger Haken auch hier ist die fehlende Ausweisung von Subdomains.
Die Zahl der Unique Visitors kommt von Google Ad Planner und stellt die (von Google gerundete) Zahl der absolut eindeutigen Besucher innerhalb der letzten 30 Tage dar.
Google Ad Planner Zahlen, geordnet nach Unique Visitors (in Klammern AGOF I/08)
- spieletipps.de - 1.600.000 (1.330.000)
- 4players.de - 900.000 (790.000)*
- buffed.de - 900.000 (630.000)*
- mogelpower.de - 520.000
- pcgames.de - 480.000 (560.000)*
- gamestar.de - 430.000 (730.000)
- gamona.de - 420.000*
- gameswelt.de - 390.000 (340.000)
- gamigo.de - 350.000*
- gamezone.de - 200.000 (220.000)
- gamepro.de - 200.000 (200.000)
- 4cheaters.de - 160.000
- pcgameshardware.de - 150.000 (200.000)
- eurogamer.de - 120.000
- k-foren.de - 93.000
- gbase.ch - 93.000
- demonews.de - 93.000
- cynamite.de - 92.000
- spieleflut.de - 59.000
- areagames.de - 52.000 (140.000)
- pcaction.de - 47.000 (70.000)
- krawall.de - 47.000
- k-files.de - 27.000
- pcgamesdatabase.de - 24.000
- k-videogames.de - 10.000
* inklusive Netzwerk
Es zeigen sich hier und da doch einige Überschneidungen. Einige Zahlen sind auch dicht bei einander. Je kleiner die Angebote aber werden desto ungenauer sind die Zahlen. Besonders die extrem schlechte Einstufung der Krawall-Seiten dürfte der Realität nicht so ganz entsprechen. Interessant ist es aber allemal und unterstreicht zumindest im oberen Feld die Größenverhältnisse, die schon die AGOF-Zahlen gaben.
Den kompletten Thread samt Diskussion findet man hier.
Mittwoch, 13. August 2008
Gamona mit Redesign
Die Jungs von Gamona haben kürzlich ein Redesign durchgezogen. Die Seite sieht (wieder einmal) recht schick aus und bietet jetzt die Möglichkeit auch die Kombination aus Leaderboard und überbreitem Skyscraper einzubauen...
Interessant ist die Ausweitung der Themenfelder auf Kino und Hardware was man ohnehin schon in den letzten Monaten beobachten konnte. Nur an den grauenhaften Ladezeiten sollte noch gearbeitet werden. Ich bin zudem gespannt ob die Darstellung als Entertainment-Magazin den Besucherzahlen endlich auf die Sprünge hilft.
Dienstag, 12. August 2008
Gamigo macht Magazin dicht
Was die Spatzen bereits von den Dächern pfiffen wurde jetzt bestätigt: Gamigo macht sein Magazin dicht und konzentriert sich künftig nur noch auf seine Browserspiele. Damit geht eines der ältesten Magazine vom Markt. Aber auch eines, daß seit Jahr und Tag mit seinen Leserzahlen am kräftigsten geschummelt hat.
Nähere Details unter http://www.gamigo.de/artikel_detail/pc/2444/gamigo/ ...
Samstag, 12. Juli 2008
Krawall und die Alexa-Toolbar
Na, nach dem Update auf Firefox 3 vergessen die Alexa-Toolbar wieder zu installieren?
Samstag, 14. Juni 2008
Magazin-Check: Eurogamer.de
Lizenzprodukte gibt es im deutschen Spielemagazin-Markt ja einige, vorallem im Printbereich. Die gamesTM und 360live zum Beispiel oder diverse (mittlerweile wieder eingestellte) Computec-Heftchen. Nach Gamespots Versuch auch in Deutschland Fuß zu fassen scheiterte ist Eurogamer.de im Onlinemarkt aber das einzige Lizenzprodukt das es zu bestaunen gibt. Und dabei ist es sogar noch eines, daß sich gar nicht schlecht entwickelt hat. Was wohl auch damit zusammenhängt, daß mit Oliver Menne ein ehemaliger Computec-Vorstand Geschäftsführer ist und über die nötigen Branchenkontakte verfügt.
Zahlen:
Da Eurogamer weder bei IVW noch bei AGOF gelistet sind bleibt nur der Blick auf Alexa.
Alexa (Rang gesamt, Rang DE): 20.763, 958
Wie sich auf den ersten Blick gut erkennen lässt, geht die Kurve in den letzten Monaten steil nach oben. Das dürfte auch damit zusammenhängen, daß Eurogamer mittlerweile Pagerank 6 von seiner britischen Mutterpublikation geerbt hat und dementsprechend auch bei Google besser gelistet wird. Auf lange Sicht ist damit zu rechnen, daß sich das Magazin noch weiterentwickeln wird und in der Spitzengruppe festsetzt. Wenn man die Größe derzeit in Relation setzen müsste, dann ist Eurogamer etwa auf dem Niveau von Areagames.de und Demonews.de und erreicht damit schon eine anständige Menge von Lesern.
Wie Alexa erkennen lässt kommen nur 7% der Zugriffe vom Communityableger Eurogamers. Allzu viel ist das sicher nicht. Das lässt sich auch ein wenig mit dem von mir oft unbeachteten aktive Nutzer-Counter untermauern. Derzeit sollen etwa 2.000 Leser auf dem Portal unterwegs sein, aber nur 4 (!) davon sind registriert. Das würde entweder bedeuten, daß sich keiner der Leser registrieren will (unwahrscheinlich), oder daß am Counter gepfuscht wurde bzw. dieser schlicht alle nichtregistrierte Benutzer länger als 15 Minuten zählt.
Fazit:
Eurogamer ist im kommen, da besteht kaum ein Zweifel. Binnen der nächsten zwei Jahre wird man sicher mit den Branchengrößen mithalten können, dafür wird allein das Google Ranking sorgen. Als einer der Contentpartner von Yahoo Games erreicht man schon jetzt eine durchaus brauchbare Menge an Spielern, für PRler dürfte das durchaus interessant sein. Aus Marketingsicht lohnen sich kleinere dafür aber stark präsente Kampagnen. Platz für sehr große Werbemittel hat man dort allemal.
Dienstag, 3. Juni 2008
Magazin-Check: Krawall Gaming Network
Nach Gamigo und Gameswelt schaue ich heute auf die Zahlen eines weiteren Branchenurgesteins, Krawall.de und seinen Tochterseiten K-Videogames.de und K-Files.de. Anders als andere große Mitbewerber verkauft Krawall seine Inhalte nicht oder gibt dies zumindest nicht öffentlich bekannt. Krawall profitiert viel davon, als eines der ersten Magazine schon vor Jahren ein echtes Belohnungssystem eingeführt zu haben. Das bringt zumindest in der Theorie eine hohe Anzahl an registrierten Nutzern und viel Aktivität mit sich.
Zahlen:
Da Krawall sich nicht bei IVW und AGOF messen lässt bleiben lediglich die Alexa-Zahlen übrig. Im Impressum tauchen zwar die Zahlen auf ("Mit über 20 Mio. Page Impressions im Monat, 90.000 Lesern pro Tag und rund 440.000 registrierten Usern ..."), diese sind aber mittlerweile mindestens 4 Jahre alt und können daher nicht herangezogen werden. Im Forum ist die Zahl der registrierten Nutzer mit knapp 26.000 angegeben. Diese Zahl scheint aber ebenfalls nicht aktuell zu sein.
Krawall.de: Alexa-Rank: 32.181, DE-Rank: 1165
Das stärkste Portal des KGN ist ohne Zweifel die Mutterseite Krawall.de. Wie man am Graph erkennen kann hat die lange Zeit nur im Mittelmaß rumgedümpelt. Seit Mai ist ein starker Sprung zu erkennen, fast eine Verdoppelung der Reichweite wird angezeigt. Da zumindest auf der Seite selbst keine Veränderungen sichtbar sind und auch Werbemaßnahmen nicht auffallen, ist dieser Sprung zumindest nicht eindeutig erklärbar. Mögliche Ursachen könnten eine bessere Google-Optimierung und -Einstufung sein. Oder aber die Installation der Alexa-Toolbar auf allen Bürorechnern. Genau prüfen kann man es in jedem Falle nicht. Da Krawall keine Fansites auf der Hauptdomain hostet (zumindest nicht mehr) und auch keine Browserspiele auf dieser Domain betreibt, können diese beiden Möglichkeiten wohl kein Grund dafür sein.
Daß die Seite innerhalb des Sommerlochs in dem alle anderen Magazine teilweise massiv verlieren so zulegt, ist zumindest ungewöhnlich. Zumal sich wie gesagt keine Änderungen feststellen lassen, die einen solchen Zuwachs erklären würden. 
K-Videogames.de: Alexa-Rank: 92.770, DE-Rank: 3611
K-Videogames ist die kleine Schwesterseite von Krawall, die sich nur um Videospiele für Konsolen dreht. Auch hier lässt sich anhand des Alexa-Graphs ein starker Sprung im Monat Mai nachweisen. Der ist ebenso fragwürdig. Neben dieser Tatsache fällt zudem auf, daß laut Alexa 99.1% des Traffics aus Deutschland kommen. Ziemlich verwunderlich, daß keine Besucher aus Österreich oder der Schweiz dieses Portal besuchen. Im Vergleich zu anderen Konsolenseiten war auch K-Videogames von der Reichweite her lange Zeit nur im untersten Bereich angesiedelt. Seit dem Sprung erreicht man zumindest die Stufe, die man als Mittelmaß bezeichen kann.
K-Files.de: Alexa-Rank: 63.277, DE-Rank: 3617
K-Files reiht sich in Deutschland nur sechs Plätze hinter K-Videogames ein. Muss man erstmal schaffen. Auch hier zeigt der Graph seit Mai einen kleinen Sprung an, der aber nicht in der Art und Weise ausfällt wie bei den anderen beiden Angeboten von Krawall. Sonderlich groß ist K-Files damit trotzdem nicht. Auch hier könnte man es gerade so als Mittelmaß bezeichnen. Immerhin macht die Seitentrennung klar, wo die PI im KGN geholt werden. Das ist bei fast allen anderen Konkurrenten aufgrund des Portalkonzepts so nicht möglich.
Fazit:
Bis vor kurzem sah mein Fazit noch anders aus. Die glorreichen Zeiten sind vorbei und Krawall lebt nur von seiner Vergangenheit, seiner Coolness und seinem Verkaufstalent, hätte ich da geschrieben. Ein bisschen ist das wohl auch nach wie vor noch aktuell. Die Frage ist, was an dem kürzlichen Anstieg der Nutzerzahlen wirklich dran ist. Entweder die Magazine sind durch Google oder ähnliches gewachsen oder durch den Einbau der Alexa-Toolbar auf allen Bürorechnern. Man wird das in den kommenden Wochen gut ablesen können. Hält sich der Graph künftig wieder auf ein und demselben Niveau dann gehen in Idstein die Mitarbeiter-PCs aus. Ganz koscher ist dieser Anstieg also nicht und deshalb mit Vorsicht zu betrachten.
Trotz alle dem ist und bleibt Krawall eines der größeren und vor allem seriös arbeitenden Magazine, die eigentlich auf keinem PR-Event fehlen dürfen. Für Werbebucher ist in meinen Augen vor allem der Newsletter interessant. Der erreicht durch die Koins-Punkte nicht nur ein entsprechendes Responseverhalten der Leser (und wenn dies nur darin besteht die Mail zu öffnen und den Code einzugeben) sondern dürfte auch eine ordentliche Reichweite haben. Für letzteres fehlen wie auch bei den Webseiten selbst allerdings handfeste Zahlen. Aus dem Grund ist all das irgendwie nur ein Fischen im Trüben.
Mittwoch, 28. Mai 2008
Magazin-Check: Gameswelt.de
Gameswelt.de ist eines der etablierteren größeren Online-Magazine und schon seit 1999 am Markt, damals noch als gamesweb.com. Im Januar 2008 hat man sich von seinem alten Layout getrennt und die komplette Corporate Idendity über Bord geworfen. Jetzt sieht das Magazin zwar schicker aus, den Besucherzahlen hat dieser Schritt aber offenbar zugesetzt. Aus Werbersicht ist dafür erfreulich, daß teilweise neue Werbemittel wie das Branding eingeführt wurden und die übrigen Banner besser positioniert sind als früher. Immerhin etwas. Erwähnenswert ist noch, daß die Web Media Publishing AG nicht nur die Inhalte für Gameswelt produziert, sondern diese auch noch an TVSpielfilm.de, Tomorrow.de und T-Online.de verkauft. Das dürfte vor allem für PR-Leute von Interesse sein.
Zahlen
Alexa (Rang gesamt, Rang DE): 9551, 574
Wie die Alexa-Kurve schön zeigt hat Gameswelt seit Januar stark an Besuchern verloren. Das hängt natürlich nicht nur mit dem Redesign zusammen, im Sommer sacken die Zahlen generell ein wenig ab. Aber dennoch lässt sich vermuten, daß ein Zusammenhang zwischen Redesign, neuer Serverstruktur und den Besucherzahlen besteht. Alexa lässt weiterhin erkennen, daß Gameswelt kein Netzwerk betreibt. Zwar werden eine Reihe von Subdomains aufgelistet, diese scheinen aber im direkten Zusammenhang mit der Seite zu stehen. Man kann also davon ausgehen, daß etwa 90% der Alexa-Kurve allein vom Magazin stammt.
IVW (April 2008): 1.3 Mio Visits, 6.1 Mio Seitenaufrufe
Auch bei der IVW lässt sich der Abwärtstrend erkennen. Immerhin erreichte man noch im vergangenen November 1.8 Mio Visits und mehr als 10 Mio PI. Bei der Kategorie "redaktionelle Inhalte" schafft man es auf 5.9 Millionen, was nicht gerade für eine sehr aktive Community spricht. Von diesen 5.9 Mio PI stammen laut IVW-Ausweisung 1.2 Millionen von der Startseite. Damit liegt Gameswelt weit vor Mitbewerbern wie Onlinewelten.com (0,16 Mio) oder Gamona.de (0,12 Mio) und in etwa gleichauf mit PCGames.de (1,4 Mio).
AGOF (IV/07): 490.000 Unique Visitors
Bei der AGOF-Messung erreicht Gameswelt einen recht hohen Wert. Mit 490.000 Besuchern liegt man zwar nur auf Platz 7, dafür erreicht man diesen Wert ohne Netzwerkseiten. Konkurrenten wie Onlinewelten (640.000), Buffed (600.000), PCGames (660.000) dürften ohne ihre Zusatzseiten in unmittelbarer Schlagdistanz oder sogar hinter Gameswelt liegen. Interessant wird sein wie die nächste AGOF-Messung aussieht. Nach den rückläufigen Zahlen bei Alexa und IVW ist auch hier mit einem zumindest leichten Rückgang zu rechnen.
Fazit:
Trotz des Besucherrückgangs ist Gameswelt.de noch immer eines der größten Online-Magazine im deutschsprachigen Raum. Allein durch die Content-Partnerschaften mit TV Spielfilm, Tomorrow und T-Online dürfte man mehr Reichweite haben als viele andere Konkurrenzangebote. Aus PR-Sicht kann man es sich also kaum leisten Gameswelt außen vor zu lassen. Aus Marketingsicht sieht es eigentlich ähnlich aus, zumindest wenn die Alexa-Kurve bald wieder die Vorjahreswerte erreichen kann. Das wird man dann wohl spätestens im kommenden Herbst sehen können.
Dienstag, 20. Mai 2008
Magazin-Check: Gamigo.de
Gamigo.de war eines der Schwergewichte der deutschen Onlinespiele-Magazine. War. Denn heute ist das was man dort Magazin nennt, nur noch ein Schatten seiner selbst. Das grauenhafte Design ist ein Spiegelbild für die Entwicklung in den vergangenen Jahren. Daß man sein Geld mittlerweile wohl größtenteils mit den Onlinespielen verdienen sollte, soll aber kein Grund sein das Magazin nicht noch genauer unter die Lupe zu nehmen. Immerhin ist es nach wie vor bei der IVW gelistet. Und das sogar mit stattlichen Zahlen, zumindest auf den ersten Blick.
Zahlen
Alexa (Rang gesamt, Rang DE): 7714, 624
Der Alexa-Wert wird wie üblich vor allem durch allerlei Netzwerkseiten getragen. Das Erschreckende daran ist allerdings, welch marginalen Einfluss das Magazin heute nur noch hat. Lediglich 2 (!) Prozent aller Zugriffe kommen vom Magazin, meint Alexa. Der Großteil kommt von der Tibia- und GTA-Fanseite. Interessant ist allerdings woher der Traffic kommt. Neben der großen Mehrheit aus Deutschland sind vor allem Nutzer aus Polen, Schweden und Brasilien auf den Seiten unterwegs. 
IVW (April 2008): 1.3 Mio Visits, 9.7 Mio Seitenaufrufe
Auch bei der IVW kämen durchaus brauchbare Zahlen zustande, würde nicht der Großteil vom Netzwerk stammen. Da Gamigo seine Tags offenbar nicht richtig im Griff hat und falsch ausweist lässt sich mit den Zahlen allerdings nicht viel anstellen. Der Homepage-Tag, den ich sonst gerne für die Magazin-Größe heranziehe, wurde offenbar komplett falsch eingebaut. So werden 3.8 Mio Zugriffe auf der Startseite geloggt. Das wäre bei nicht einmal 10 Mio. Zugriffen also schon das Zweieinhalbfache. Schenkt man dem Alexa-Wert ein wenig Glauben, dann wäre ein Wert von etwa 200.000 Zugriffen für das komplette Magazin realistisch. Viel mehr wird es wohl nicht sein.
Fazit:
Das Spiel kennen wir ja bereits. Gamigos Daseinsberechtigung ist einzig und allein auf das Netzwerk zurückzuführen. Ohne dieses wäre das Magazin praktisch nicht mehr relevant. Wenn man etwas zurückschaut kann man gut erkennen, wie stark gamigo geschrumpft ist. Noch im Mai 2006 erreichte man 3.2 Mio Visits bei 31.7 Mio Seitenaufrufen, in einstigen Spitzenzeiten dürfte locker das Doppelte drin gewesen sein. Wenn der Springer-Verlag das Magazin früher oder später einstellen würde, wäre es jedenfalls keine Überraschung mehr.
Dienstag, 6. Mai 2008
Magazin-Check: Gamona.de
Nachdem ich mir mit Onlinewelten.com bereits ein Magazin angeschaut habe das im Vergleich zum dazugehörigen Netzwerk sehr klein ist, existiert beim Konkurrenten Gamona.de eine vergleichbare Situation. Gamona wird betrieben von der Webguidez GmbH, die seit Mitte letzten Jahres zu 30% zum Medienhaus Burda gehört. Da möchte man meinen, daß sich seitdem ein positiver Trend abzeichnet. Der lässt sich bislang allerdings kaum wahrnehmen. Einzig und allein die Content-Partnerschaft mit Chip.de wäre hier ein erwähnenswerter Fortschritt.
Zahlen
Alexa (Rang gesamt, Rang DE): 4446, 310
Die Alexa-Zahlen sind auf den ersten Blick nicht übel. Wie schon bei anderen Magazin mit Netzwerk Kombinationen wird aber sehr schnell deutlich, daß das Magazin nur eine untergeordnete Rolle spielt. Nur 13% der Zugriffe gehen auf das Magazin zurück, den Großteil teilen sich (die inzwischen zu Buffed gehörende) Guild Wars Seite und die WoW-Fansite. Wenngleich man durch den Austausch der Guild Wars Seite durch eine andere GW-Community den Zahlen nicht vollends vertrauen sollte, macht es deutlich, daß Gamona in erster Linie von seinen Netzwerkzahlen lebt. 
IVW (März 2008): 2.7 Mio Visits, 13.9 Mio Seitenaufrufe
Mit den IVW-Zahlen kann man schon ein bisschen mehr spielen als mit den Alexa-Zahlen. Die 2.7 Mio Visits und die knapp 14 Mio Seitenaufrufe klingen zunächst nicht schlecht. Sie zeigen aber auch wie abhängig Gamona vom Netzwerk ist. Im März 2006 kam man noch auf 3.7 Mio Visits bei fast 26 Mio Seitenaufrufen. Gerade die PI haben sich also fast halbiert, was in erster Linie mit den Fansiten WoW und Guild Wars zusammenhängen dürfte. Davon ab kann man natürlich die 14 Mio Seitenaufrufen noch weiter analysieren. Laut IVW entstammen nur 6,4 Millionen davon redaktionellen Inhalten. Geradezu lächerliche 113.000 Seitenzugriffe verzeichnete dabei die Startseite des Portals. Damit ist das Magazin Gamona.de sogar kleiner als Onlinewelten.com und ist weit abgeschlagen von der Spitzengruppe anderer Onlinespielemagazine.
Fazit:
Aufgeplustert durch sein Netzwerk hat Gamona dasselbe Problem wie Onlinewelten, nämlich ein im Vergleich dazu zu kleines Magazin. Gamona kann diesen Passus zumindest auf PR-Seite wieder ausgleichen, weil man mit ProSieben und Chip.de zwei starke Content-Partner hat. Für wichtige Events sollte man Gamona also nach wie vor im Auge behalten. Aus Marketingsicht machen großspurige Werbekampagnen auf dem Magazin Gamona natürlich wenig Sinn, schlicht und ergreifend weil sie keine größere Werbekampagne ausgeliefert bekommen. Sinn machen da nur Netzwerkbuchungen.
Interessant wird zu sehen sein, wie es mit Gamona weiter geht. Burda hat seit dem Anteilskauf wenig offensichtliche positive Entwicklung initiieren können. Gut möglich, daß das Magazin dasselbe Schicksal erleidet wie gamigo - nach und nach wird Geld für diesen Bereich gestrichen, Prioritäten werden verlagert und irgendwann ist das Magazin nur noch ein Schatten seiner selbst. Und damit wäre der Anfang vom Ende längst besiegelt. Es wäre schade wenn es soweit kommen würde, weswegen Gamona langsam aber sicher ernsthafte Maßnahmen treffen sollte, das eigene Magazin zu etablieren.
Freitag, 2. Mai 2008
Magazin-Check: PCGames.de
Neben der Gamestar ist auch mit der PCGames eines der wichtigsten Printmagazine unserer Branche im Internet vertreten. Nach dem Relaunch von pcgames.de sieht die Seite besser aus als vorher, auch die Besucherzahlen haben sich sprunghaft entwickelt. Beides hängt aber nicht unmittelbar miteinander zusammen.
Zahlen
Alexa (Rang gesamt, Rang DE): 4717, 238
Laut Alexa liegen die Printgegner Gamestar und PCGames auch online auf fast gleichem Niveau. Während die Gamestar ihre Besucher aber ohne irgendwelche Tricksereien schafft, zeigt Alexa, daß pcgames.de dazu Hilfe von außen benötigt. Nur 57% der Besucher auf pcgames.de stammen vom Spielemagazin. Die restlichen 43% kommen von der wenig spieleaffinen Witzeseite lachschon.de.
IVW (März 2008): 3.1 Mio Visits, 25 Mio Seitenaufrufe
Auch bei der IVW sind beide Printmagazine dicht an dicht. PCGames erreicht sogar mehr Seitenaufrufe (25 statt 24 Millionen), dafür stammen davon nur 10 Millionen aus redaktionellen Inhalten. Der Rest ist größtenteils User generierter Content. Das wirkt sich schließlich auch auf die Ergebnisse der Startseite aus. Hier kommt die pcgames "nur" auf 1.5 Millionen (Gamestar schafft hier 4.1 Mio). Damit hat man noch immer eines der größten Magazine im deutschsprachigen Raum. Man ist aber auch weit davon entfernt, der Größte zu sein.
AGOF (IV/07): 660.000 Unique Visitors
Den Abstand von Gamestar und PCGames zeigt die AGOF am deutlichsten. 660.000 Leser erreicht das Computec-Magazin mitsamt seinem Netzwerk, Gamestar.de schafft ohne 860.000. Rechnet man die Netzwerkleser bei der PCGames weg dürften nur noch gut 500.000 übrig bleiben, wenn nicht weniger. Damit liegt die PCGames etwa auf dem Niveau von Gameswelt.de (490.000) und gehört damit zum oberen Drittel der AGOF geprüften Magazine.
Fazit:
Auch die PCGames ist auf den Geschmack gekommen mit Netzwerken die eigenen Zahlen aufzubessern. Das ist ein wenig schade, denn nötig hätte man es eigentlich nicht gehabt. Die Website selbst ist mir etwas zu unübersichtlich, bietet dafür aber den Vorteil, daß man alle Werbeformate einbauen kann, die eine große Aufmerksamkeit erzeugen, etwa den überbreiten Hockeystick oder Wallpaper / Brandings. Wie auch die Gamestar eignet sich die Website der PCGames besonders für Kampagne im PC-Bereich, schlicht und ergreifend weil sie speziell diese Zielgruppe anspricht.
Montag, 28. April 2008
Magazin-Check: Spieletipps.de
Mit Spieletipps.de greife ich mir diesmal ein "Magazin" heraus, das viele von euch wohl kaum als solches wahrnehmen. Da wird viel nur auf die Cheats reduziert, der kleine aber zumindest wachsende Magazinbereich dafür immer unter den Tisch gekehrt. Nichtsdestotrotz hat Spieletipps eine riesige Reichweite, die man sich zumindest aus Marketingsicht zu Nutze machen sollte.
Zahlen
Alexa (Rang gesamt, Rang DE): 2536, 143
An den Alexa-Zahlen kann man außer der großen Reichweite eigentlich nicht viel ablesen. Spieletipps schafft seine Reichweite nicht über Netzwerkseiten, 99% kommen laut Alexa direkt von der Hauptdomain. Was das restliche eine Prozent ist kann man nicht so genau sagen. Fakt ist aber, daß Spieletipps eine wirklich große Menge von Leuten erreichen kann.
Ein interessantes Detail noch am Rande ist die Aufdröselung nach Ländern. Klar, Deutschland macht den Großteil des Traffics aus. Aber mit mehr als 8% Österreichern ist man auch im Nachbarland sehr gut dabei. Wer also ein speziell österreichisches Produkt auf einem Spielemagazin bewerben möchte, der könnte das bei Spieletipps durchaus sehr erfolgreich tun. Am Graphen kann man zudem das zyklische Geschäft gut erkennen. Der Graph schlägt auch bei anderen Magazinen aus, aufgrund der Größe des Magazins (und auch der Ausrichtung von Spieletipps) fällt es hier aber noch deutlicher auf als bei der Konkurrenz.
IVW (März 2008): 6.6 Mio Visits, 66 Mio Seitenaufrufe
Die IVW-Zahlen sind schon gigantisch gerade im Vergleich zu Seiten wie PCGames.de, Gamestar.de, Onlinewelten.com und Co. Über die Einteilung von redaktioneller Content (60 Mio) und User-generierter Content (5 Mio) kann man streiten, weil ganz offensichtlich die wohl primär von Usern aktuell gehaltenen Tippsbeiträge als redaktionelle Inhalte verkauft werden. Es ist ein Streitfall, bei dem Spieletipps argumentiert, daß diese Inhalte redaktionell betreut / korrigiert werden - aber das werden die meisten Forenbeiträge der Konkurrenz streng genommen auch und gerade diese werden seit jeher schon als UGC deklariert.
Ein genauerer Blick auf die Analyse der redaktionellen Inhalte gibt noch folgendes Zahlenwerk: 3.4 Millionen Seitenaufrufe verzeichnete die Startseite von Spieletipps im Monat März. Das ist im Vergleich zu Onlinewelten (170.000) oder Gameswelt (1,2 Millionen) viel, in Anbetracht des gesamten Traffics aber ziemlich wenig. Das stützt die These, daß viele User über Google kommen und so gar nicht erst mit der Startseite in Berührung geraten. Den Großteil der PI macht Spieletipps übrigens im Bereich "Computer, Telekommunikation und Consumer Electronics". Darunter fällt offenbar so ziemlich alles.
AGOF (IV/07): 1.350.000 Unique Visitors
Und noch so ein Brummer ist die AGOF-Zahl. Mit mehr als einer Million Unique Visitors ist Spieletipps ein wahrer Gigant. Die hohe Zahl bekräftigt erneut die Google-Macht von Spieletipps. Das Portal erreicht damit noch immer 40% mehr Menschen als 4Players mit dem kompletten Netzwerk. Im Vergleich zu Onlinewelten ist es sogar mehr als das Doppelte! Diesen Wert ohne Netzwerk zu schaffen dürfte so leicht nicht zu kopieren sein, allein dafür sollte man Respekt zollen.
Fazit:
An dieser Stelle kann man aus Analyse-Sicht wohl nicht mehr viel schreiben, denn vieles ist bereits bekannt. Ja, Spieletipps hat eine riesige Reichweite, das belegen alle möglichen Statistiken die öffentlich einsehbar sind. Ein Netzwerk das die Zahlen nach oben schiebt, existiert ebenfalls nicht. Was die hohen Zugriffe erzeugt ist klar: Google und die Tipps. Genau aus dem Grund sollte man Spieletipps wohl unterschiedlich bewerten.
... aus PR-Sicht: Hier spielt Spieletipps eine untergeordnete Rolle. Der Magazinberich ist ein wenig versteckt und wird auch von den Zugriffszahlen her hinter reinen Magazinen wie Gamestar, 4Players, Gameswelt oder PCGames liegen. Aus dem Grund macht es vergleichsweise wenig Sinn exklusive Coverage für Spieletipps parat zu halten, sie auf Auslands-Events mit begrenzter Platzwahl einzuladen oder ähnliche redaktionelle Spielereien mit ihnen zu veranstalten. Es lohnt sich wahrscheinlich nicht so wirklich, hier sind die reinen Magazine einfach im Vorteil.
... aus Marketing-Sicht: Hier sollte man Spieletipps nicht außer Acht lassen. Daß viele Nutzer über Google kommen ist Segen und Fluch zugleich. Man sollte seine Werbestrategie also entsprechend darauf einstellen. Kampagnen sollten möglichst in großem Rahmen gebucht werden, einzelne Buchungen von Conent-Ad, Skyscraper und Co. bringen schon bei den Magazinen wenig, bei Spieletipps wird man auf diese Weise gar keinen Erfolg haben. Man sollte eine Nummer größer denken - Brandings und Wallpaper, Hockeystick, Vorschaltseiten, begleitende große Gewinnspiele, Newsletterkampagnen wären wohl gute Stichworte. So kann man auch den vielleicht vergleichsweise an Werbung nichtinteressierten Leser auf ein Produkt aufmerksam machen. Und Leser hat Spieletipps definitiv genug.
Ob Spieletipps als Magazin jemals zu den großen Konkurrenten aufschließen kann ist fraglich. Dafür ist zum einen ein Relaunch nötig, der diesen Part des Magazins mehr in den Fokus rückt. Zum anderen muss in diesem Bereich auch weiter investiert werden. Das sind aber zwei Punkte, die man offenbar schon angeht oder angehen wird. Insofern bleibt auch der Markt spannend. Fakt ist, daß das Magazin Spieletipps derzeit nicht mit den Großen mithalten kann. Die enorme Reichweite sorgt aber zumindest dafür, daß eine groß angelegte Werbekampagne genügend Menschen zu Gesicht bekommen, wenn man es denn richtig angeht.
Samstag, 26. April 2008
Magazin-Check: 4Players.de
Nachdem mein erster Magazin-Check die Magazin zu Netzwerk Verhältnisse bei Onlinewelten aufgedeckt hat, will ich mich nun einem weiteren Onlinemagazin mit großem Netzwerk zuwenden - 4Players. 4Players.de ist eine Tochter-Gesellschaft des (derzeit etwas strauchelnden) Telekommunikationsanbieters Freenet mit Sitz in Hamburg. Das Magazin gehört wohl zu den ältesten der Branche und wurde noch in den 90er Jahren gegründet. Aus PR-Sicht zunächst noch interessant ist, daß man für AOL den Gamingchannel organisiert. Das heißt, daß jeder 4Players-Artikel auch auf games.aol.de erscheint.
Zahlen
Da 4Players nur von der AGOF und nicht der IVW gezählt wird fällt es etwas schwerer als beispielsweise bei Onlinewelten. Deswegen sind auch hier besonders die etwas vagen Alexa-Zahlen nötig um Rückschlüsse ziehen zu können. Die aktuelle Mediabroschüre (Seite 2) weist 25 Millionen Seitenaufrufe aus, die sich sehr wahrscheinlich auf das Magazin inklusive Forum beziehen. Das ist im Vergleich zu Mitbewerbern ziemlich viel und liegt etwa auf dem Niveau von Gamestar.de.
Alexa (Rang gesamt, Rang DE): 2105, 124
Mit seinen beiden Rängen und den Alexa-Zahlen untermauert 4Players sehr deutlich seinen Führungsanspruch in Deutschland. Denn anders als etwa bei Onlinewelten sorgt die Hauptseite selbst für den meisten Traffic. Alexa weist 46% der Hauptdomain zu auf der allerdings auch einige kleinere Fanseiten (4Sceners, Counter-Strike, Live for Speed, Stalker) laufen. Die dürften aber dennoch nicht allzu großen Traffic erzeugen. 
AGOF (IV/07): 960.000
Schade ist, daß 4Players ausgerechnet bei der AGOF sein Netzwerk mitzählen lässt. Hier kann man nicht genau erkennen welchen Anteil das Netzwerk davon hat. Von dem Alexa-Wert (46%) Rückschlüsse zu ziehen ist etwas gewagt. Ich schätze, daß der AGOF-Wert ohne Netzwerk aber bei etwa 500.000 bis 700.000 liegen dürfte. Damit müssten sie größer als Gameswelt.de sein, aber etwas kleiner als Gamestar.de. Viel mehr lässt sich leider nicht sagen, dazu geben die öffentlichen AGOF-Zahlen einfach zu wenig her.
Fazit:
4Players hat ohne Zweifel eines der größten Spielemagazine im deutschen Raum. Spieletipps mag von der Reichweite her noch deutlich davor liegen, hat aber natürlich einen ganz anderen Fokus. Für PR-Leute dürfte damit 4Players deutlich interessanter sein, aus Marketingsicht würde ich beide Magazine eigentlich auf einem Niveau ansiedeln. Obwohl 4Players ein Netzwerk hat, sind sie auch ohne dieses ziemlich gut aufgestellt. Umso unverständlicher ist es, daß sie sich weder von der IVW zählen lassen, noch das Netzwerk bei der AGOF herausrechnen. Offenbar möchte man die Größe auf diese Weise untermauern. So fällt die Analyse kurz aus.
Man sollte sich übrigens nicht der Eitelkeit ergeben, den "kritischen Herbst" nach wie vor negativ zu bewerten und aus diesem Grunde das Magazin zu meiden. Dafür hat 4Players einfach eine zu große Reichweite und ist zu wichtig. Das wissen sie allerdings auch, eine gewisse Grundarroganz ist hier und da also durchaus in diversen Forenbeiträgen rauszuhören. Aus PR- und Marketingsicht ist das allerdings eher von sekundärer Natur.
Wer auf 4Players eine Kampagne bucht, der sollte sich auf das Portal konzentrieren. Die Werbemöglichkeiten sind groß, im Prinzip kann man also auch "nur" den "Hockeystick" (also Leaderboard und Skyscraper gleichzeitig) buchen und dürfte trotzdem recht gute Responseraten erwarten dürfen. Nicht buchen würde ich die Vorschaltseite, da 4Players hiermit oft technische Probleme hatte. Das dürfte dann eher für verärgerte als interessierte Nutzer sorgen.
Interessant wird zudem, was aus 4Players wird sobald Freenet aufgesplittet und / oder verkauft wird.
Dienstag, 22. April 2008
Magazin-Check: Onlinewelten.com
Wie bereits gestern angekündigt werde ich fortan die einzelnen Magazine genauer unter die Lupe nehmen. Anfangen möchte ich bei Onlinewelten.com.
Zahlen
Alexa (Rang gesamt, Rang DE): 1499, 95
Wenn man die nackten Zahlen betrachtet, dann ist Onlinewelten offenbar eines der größten Videospielmagazine Deutschlands. Allerdings nur auf den ersten Blick. Es ist kein Geheimnis mehr, daß ein Großteil der Zugriffe über das Anime-Portal Animexx.de erreicht werden. Alexa weißt am unteren Ende der Seite aus, daß allein 71 Prozent (!) direkt Animexx zugeordnet werden können und gerade einmal 4 Prozent aller Zugriffe von der Portalseite stammen, der Rest summiert sich durch andere Netzkwerkseiten und Foren. Gerade in solchen Dingen sollte man die Genauigkeit von Alexa nicht unterschätzen. 
IVW (März 2008): 5.9 Mio Visits, 114 Mio Seitenaufrufe
Die schwachen Alexa-Zahlen werden von den IVW-Zahlen teilweise gestützt. Aber erst auf den zweiten Blick. So wird in der Aufdröselung der PI-Verhältnisse deutlich, daß gerade einmal 13 Millionen Seitenaufrufe auf redaktionelle Inhalte zurückzuführen sind. Noch interessanter ist das Detail, wie sich die 13 Millionen Page Impressions aufteilen. So fallen gerade einmal 170.000 Seitenaufrufe davon auf die Portalseite - genau die Seite, auf denen sehr häufig mit Brandings geworben wird. Teilt man diesen Wert durch 4 Wochen, macht das gerade einmal 42.500 Seitenaufrufe in 7 Tagen. Diese Zahl sollte man kennen, wenn man dort Werbung bucht. So lässt sich einiges an Geld sparen. Anzumerken ist noch, daß diese Zahlen natürlich auch auf der falschen Einbindung der IVW-Tags zurückzuführen ist. Das kann mitunter vorkommen. Ich persönlich glaube aber nicht daran.
AGOF (IV / 07): 640.000 Unique Visitors
Obwohl Onlinewelten laut IVW eines der größten Spielemagazine ist, bleibt der AGOF-Wert weit hinter den Erwartungen zurück (zum Vergleich: Spieletipps schafft es bei vergleichbaren Visit- und PI-Zahlen auf 1.3 Mio Unique Visitors lt. AGOF). Das kann zwei Gründe haben. Entweder lässt man diverse Netzwerkseiten (sprich Animexx) nicht mitzählen. Das scheint aber anhand der Vorgehensweise bei den IVW-Zahlen etwas unwahrscheinlich. Oder, und das ist die viel wahrscheinlichere Version, Animexx hat einen sehr hohen Anteil an täglich wiederkehrenden Lesern. Auf diese Art und Weise geht der Visits-Counter hoch, der AGOF-Zähler zählt aber trotzdem nur ein einziges Mal.
Für eine Werbebuchung ist der AGOF-Wert durchaus interessanter als man zunächst denken mag, schließlich handelt es sich um die reine Reichweite des Magazins. Es nützt wenig, wenn ein User dieselbe Werbung 20 mal oder häufiger sieht. Der Werbeeffekt verpufft dann völlig, im schlimmsten Fall wird die Werbung sogar als störend empfunden. Das wäre eher kontraproduktiv.
Fazit:
Für PR-Leute und Marketing-Leute dürfte es nicht allzu neu sein, dennoch ist es ziemlich schockierend wie groß Onlinewelten erscheint, wie klein es in Wirklichkeit aber ist. Ganz außen vor lassen sollte man Onlinewelten dennoch nicht. Zum einen hat dsa Magazin aufgrund seiner Vergangenheit ein auf Rollenspiele eingeschossenes Publikum, ist für Werbemaßnahmen und Events in diesem Genre für durchaus brauchbar. Zum anderen hat die Redaktion natürlich noch Potenzial nach oben, was durch die vielen Netzwerkseiten durchaus möglich sein sollte. Vor großen Werbebuchungen sollte man sich aber in Acht nehmen, besonders wenn es um Brandings / Wallpaper geht, weil die Zugriffe auf der Portalseite vergleichsweise gering sind.
Ein interessantes Detail noch am Rande: Onlinewelten gehört zu 84% dem Publisher Frogster Interactive aus Berlin (Beteiligungen von Frogster im Überblick). Nicht gerade wenig. Jeder Euro der dort landet, landet also zu mehr als 80% bei einem Mitbewerber. Wie es dort um die redaktionelle Unabhängigkeit bestellt ist, kann ich nicht sagen, das ist nicht mein Fachgebiet, gewisses Konfliktpotenzial besteht aber allemal.
Samstag, 19. April 2008
Netzwerk und UGC - Wo ist die Grenze?
Angestachelt durch die aktuelle Diskussion im PCX möchte ich auch meinen Standpunkt zum Thema "Magazin mit Netzwerk" erläutern. Die Problematik ist, daß viele Magazine ihre IVW-/AGOF-/Alexa-Zahlen mit Fanseiten aufmotzen, die aber meist kaum einen Bezug zum Portal haben, abgesehen von derselben (Sub-)Domain. Hier wird häufig argumentiert, daß solche Zahlenspielchen nur dazu dienen, größer zu erscheinen. Der Konter läßt dann meist nicht lange auf sich warten und kommt in Form von "das Magazin ist größer als ihr denkt" oder "eure user-generierten Inhalte laßt ihr doch auch zählen". Äpfel und Birnen?
Netzwerk
Die Frage ist zunächst einmal, wo Netzwerk anfängt und wo es aufhört. Für mich ist die Definition einfach: Alles, was vom thematisch nicht festgelegten Spielemagazin zu einem monothematischen Projekt abweicht, ist Netzwerk. Das heißt, eine Fansite zu World of Warcraft gehört meines Erachtens nicht mehr zum Portal und ist aus diesem Grund aus reiner Marketingsicht wenig wert. Eine Netzwerkseite kann nur dann interessant werden, wenn ich ein thematisch passendes Produkt dort bewerben möchte, aber auch das hat seine Grenzen. Wenn ich ein WoW-Addon auf einer WoW-Seite bewerbe, dann bringt das zum Beispiel eher wenig, weil die Leute eh' schon wissen, daß eine Erweiterung kommt. Wenn ich auf einer WoW-Seite aber ein anderes (Online-)Rollenspiel bewerbe, dann könnte das Interesse durchaus gegeben sein.
Meist ist es jedoch so, daß die Netzwerkseiten schwächere Abrufzahlen der Magazine kaschieren sollen. Das Resultat ist dann, daß die gebuchte Werbung quer im ganzen Netzwerk verteilt wird und die Klickraten entsprechend desaströs aussehen, weil die Streuung viel zu groß ist. Deswegen sollte man tendenziell nur auf den Portalseiten werben.
UGC
Wie sieht es mit den Nutzer erstellten Inhalten aus? Auch hier muss man natürlich vorsichtig sein, denn es gibt Unterschiede. Bei Spieletipps besteht der UGC (User generated Content) aus Hilfestellungen zu Spielen, kurzen Tipps, Cheats. Soetwas lässt sich mit entsprechend auffälligen Werbemitteln (Wallpaper, DHTML-Layer, Hockeystick) noch recht gut vermarkten. Bei anderen Projekten wie Buffed ist der UGC nur eine Itemsuchmaschine. Weil der User nur ein sehr geringes Interessenspektrum in dem Bereich hat und eigentlich ziemlich fixiert auf diese Suchmaschine ist, kann man solche Seitenaufrufe nur schlecht bis gar nicht vermarkten. Wenn dann würde ich auch in dem Fall auffällige Sachen wie Wallpaper, Fullsite-Brandings und Co. empfehlen. So bekommt der User zumindest unterschwellig mit, das etwas beworben wird.
Der User: Netzwerk vs. UGC
Ein Wort noch zum User-Typus. Generell ist es bei Netzwerkseiten eher so, daß der User sich bei einem Spiel genau auskennt und auch auf ein bestimmtes Themengebiet spezialisiert ist. Wer also eine Counterstrike-Seite besucht, der wird sich erfahrungsgemäß besonders mit Egoshootern auseinandersetzen. So kann man zwar, wenn man schon auf Netzwerkseiten bucht, ziemlich genau die Zielgruppe ansprechen. Einem Egoshooter-Spieler einen Egoshooter anzudrehen sollte ja eigentlich einfach sein, oder? Das Problem ist nur, daß der Werbeeffekt recht gering ist, weil der Nutzer ohnehin weiß, daß dieses Produkt gibt, weil er sich auf Onlineportalen oder in Printmagazinen informiert. Oder der Werbeeffekt verpufft, weil der User gar kein Interesse an einem Spielwechsel hat. Viele Spieler sind mit Counterstrike zufrieden. Warum also was neues kaufen?
Beim UGC ist das ein bisschen anders. Hier gibt es naturgemäß zwei Typen von Nutzern. Der eine ist der, der sich mit dem Spiel nicht auskennt und Fragen hat. Solche Nutzer findet man oft in Foren. Diese sind für Werbemaßnahmen eher zu begeistern, weil sie grundsätzlich nicht so festgelegt sind. Dann wäre der User, der sich mit einem Spiel auskennt und Hilfe leisten möchte. Er ist mit dem Nutzer einer Fansite vergleichbar, nur vielleicht nicht ganz so auf einen Titel oder ein Genre fixiert. Insofern sind die UGC-Typen tendenziell einfacher für neue Produkte zu begeistern. Es gibt natürlich immer Ausnahmen, aber im Großen und Ganzen sollte das schon so hinkommen.
Fazit:
Sowohl UGC als auch Netzwerke sind für Werbe- und PR-Leute eher nebensächlich. Wichtig ist eigentlich allein die Magazingröße. Ich würde UGC den Netzwerken vorziehen. Wenn der User auf einer (im schlimmsten Falle noch thematisch unpassenden) Netzwerkseite ist, ist die Gefahr groß, daß er die Hauptseite gar nicht besucht oder er gar kein Interesse an einem neuen Spiel hat. Beim UGC befindet er sich auf der Hauptseite, entsprechend deutlich einfacher ist es, den User auch auf die Startseite zu locken oder für andere Angebote zu begeistern.
Und die Lösung des ewig währenden Konflikts wäre, daß alle Magazine mit Netzwerk auch das "nackte" Magazin messen lassen. Das macht keiner, weil das Netzwerk eben nicht selten dazu dient, größer zu sein als man ist. Schade, daß man bei der IVW dieser Problematik nicht differenzierter nachgeht. UGC muss mittlerweile ausgewiesen werden, während es eine Kategorie Netzwerk nicht gibt (derzeit werden Netzwerkseiten ebenfalls als UGC deklariert). Eine einfache Umstellung könnte bewirken, daß die Zahlen der einzelnen Magazine endlich transparent wären. Bis es soweit ist, erfahrt ihr aber hier, wie die Machtverhältnisse wirklich aussehen.